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Der Freischütz
Projektart
Oper
Premiere
17. Juli 2026
Ort
Ludwigsburger Schlossfestspiele
Internationale Festspiele Baden-Württemberg
Rolle
Regie
Frei nach Carl Maria von Weber
Max: Robin Neck | Agathe: Lena Reineke | Ännchen: Sophie Lauerer | Soldat mit Stelzfuss: Lasse Lehmann | Kind: Kioma Palmen | Dorf: Lena Karius, Arne Kerst, Selina Schoeneberger, Levi Tounkara | Kammerorchester der HMDK Stuttgart
Musikalische Leitung: Alexander Schmid | Regie: Max Porstmann | Bühne: Glen Hawkins | Kostüm: Amelie Hager, Klara Siegel | Musikalische Bearbeitung und Komposition: Clemens David Krauß | Dramaturgie: Rebecca Ehl, Emilia Stapel | Choreographie: Felix Immanuel Koch
Presse:
»›Der Freischütz‹ von ADK-Absolvent Max Porstmann punktet bei den Schlossfestspielen als Neuinterpretation zum Thema Gewalt – samt einer Portion Lokalspirit. Nachwuchsregisseur Max Porstmann fährt für seine Abschlussarbeit [...] gleich in mehrfacher Hinsicht schweres Geschütz auf: Carl Maria von Webers ›Freischütz‹ muss es schon sein, aber nicht als x-te Neuauflage des romantischen Opernklassikers von 1821, sondern zeitgenössisch neu interpretiert, als Kammeroper für kleines Ensemble heruntergebrochen und nebenbei mit der eigenen Familiengeschichte verwoben. [Der Jägerbursche] Max verschreibt sich in seiner Not hier, statt Samiel und Kaspar, dem ›Soldaten mit dem Stelzfuß‹ aus der ursprünglichen Erzählung ›Gespensterbuch‹ von August Apel und Friedrich Laun. Agathe wiederum tritt nicht als Max‘ Angebetete auf, sondern [ist] eine Nachfahrin von Max. [...] Den bewusst offenen Interpretationsspielraum der Inszenierung unterstützt nicht zuletzt auch Glen Hawkins raffiniertes Bühnenbild: Grüne Jägerzäune simulieren eine Waldlandschaft, zugleich fallen sie Schlag um Schlag wie knallende Gewehrschüsse um und geben das Wohnzimmer der Großmutter preis, das wiederum zur Hexenküche wird, in der Max und der Soldat – über Video an die große Leinwand projiziert – Spielzeugzinnsoldaten zur teuflischen Kugel schmelzen. Am Ende ist viel gewagt und viel gewonnen: Eine mutige, frische, zeitgemäße Neuinterpretation, die ihr schweres Geschütz wert ist.«
– Ludwigsburger Kreiszeitung
»In Zeiten der Kriege in der Ukraine und im Iran liest Regisseur Max Porstmann [...] die verklärte Geschichte vom Teufel und den Freikugeln kritisch. Mit Bühnenbildner*in Glen Hawkins
demontiert Porstmann das frühlingsgrüne Wald- und Forstidyll. Seine kritische Sicht auf den zweihundert Jahre alten Stoff räumt mit Klischees auf. [...] Die ungewöhnliche Interpretation regte das Festspielpublikum an, sich mit den Wurzeln und Wirkungen der Gewalt auseinanderzusetzen.«
- Theater der Zeit
»Eine Geschichte über Waffen, Krieg, Vererbung und Gewalt. Der Reiz des Schießens wird psychologisch untersucht und steht im Mittelpunkt. Selbst ein Kind greift zur Waffe. Vor allem die unheimliche Wolfsschluchtszene nimmt breiten Raum ein. Porstmann schaut als Regissuer genau hin. Der erste Teil der Inszenierung orientiert sich näher an der Musik Webers und dem Libretto Kinds und stellt die Figuren Agathe, Ännchen und Max in den Mittelpunkt. [...] Der zweite Teil untersucht intensiv verschiedene Gewalterfahrungen und -geschichten, welchen wir schon im Kindesalter ausgesetzt sind. Das Material hierfür wurde mit dem Schauspielensemble entwickelt. In der musikalischen Bearbeitung und den Kompositionen von Clemens David Krauß erklingen dann auch große Intervalle, atonale Klänge und harmonische Verschiebungen. [...] Es ist eine sehenswerte Produktion, die nie langweilt und auch zum Nachdenken anregt. Das Lied vom Jungfernkranz und der Jägerchor werden mit Elementen der Unterhaltungsmusik geschmückt. Riesenapplaus, ›Bravo‹-Rufe!«
– theaterkompass.de
»Aus dem alten Stoff wurde eine aktuell gesellschaftliche Relevanz herausgearbeitet. Hierfür rückte Postmann den Umgang mit Waffen und Gewalt in den Fokus mit der Rolle des Kindes, das unter anderem ganz lässig den unverschlossenen Waffenschrank im Wohnzimmer erkundet. Aus des Kindes Spielzeug gießt Jäger Max später dann seine Freikugeln. [...] Dieses Musiktheater bot eine Vielzahl an Momenten, die haften blieben, die anregten und für Gesprächsstoff sorgten.«
– Bietigheimer Zeitung



















